Stress im Homeoffice – wie du ein Burnout vermeiden kannst.

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Es ist kein Geheimnis, dass das Homeoffice viele Vorteile mit sich bringt: Keine langen und nervigen Fahrtwege mehr, kein angestrengter Smalltalk mit Kollegen vor der Kaffeemaschine, keine festen Arbeitszeiten oder festgelegten Pausen, kein direkter Kontakt zu den Vorgesetzten und damit weniger Kontrolle als im Büro. Viele erfreuen sich daran, einfach mal länger zu schlafen, Mahlzeiten in Ruhe vorzubereiten, draußen im Garten arbeiten zu können und Sporteinheiten in den Arbeitsalltag zu integrieren – schließlich muss man sich nun auch nicht mehr so stylen wie früher und kann die Jogginghose anlassen.  

Und doch gibt es Personen, die diese Vorteile nicht so traumhaft empfinden, wie sie sich vielleicht anhören. Denn wo Licht ist, ist auch bekanntlich immer Schatten. Viele leiden unter dem sozialen Defizit und wünschen sich wieder mehr Kontakt zu Kollegen, Mitarbeitern und Vorgesetzten. Und auch die Anerkennung kommt für viele zu kurz. Ohne den Austausch zu anderen Mitarbeitern fehlt der Vergleich der eigenen Arbeitsleistung, die bei fehlendem Feedback nicht gesehen zu werden scheint. Deshalb neigen viele Menschen dazu, im Homeoffice mehr und länger zu arbeiten und sich selbst mehr Druck als nötig zu machen. Psychische Krisen wie das Burnout haben in den letzten Jahren daher stark zugenommen. Deshalb liegt es myHomice besonders am Herzen aufzuklären und Möglichkeiten aufzuzeigen, um Burnout zu vermeiden. Hierzu geben wir dir gerne Antwort auf folgende Fragestellungen:

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1. Wer ist besonders für ein Burnout gefährdet?

Ständig zu Hause zu sein, hemmt den Blick in die Ferne. Das kann auf Dauer ganz schön eintönig, langweilig und mühsam sein, wenn wir uns nicht um direkten Austausch und die eigene Kreativität kümmern. Und auch die Beziehung zum Partner kann leiden, wenn soziale Beziehungen nur noch innerhalb der Familie stattfinden. Ganz zu schweigen von körperlichen Leiden, die durch falsche Homeoffice-Möbel entstehen können und für die wir unbedingt ergonomische Alternativen von myHomice, dem ersten Marktplatz für ergonomische Homeoffice-Möbel empfehlen. Denn auf lange Sicht ist Burnout oder körperliches Leid die logische Konsequenz von krankmachenden Arbeitsbedingungen. 

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Besonders gefährdet sind Menschen mit sehr hohen Ansprüchen an sich selbst – also Menschen, deren Selbstbewusstsein vor allem von der Leistung und von der Wertschätzung der anderen abhängt. Aber auch solche, die sich stets um andere kümmern, statt um sich selbst und jedem die Wünsche von den Augen ablesen. Das stetige Engagement und das kreisen im Hamsterrad kann auf Dauer für psychische Erschöpfung führen und den Akku verbrennen. Eine repräsentative Forsa-Umfrage im Auftrag der Techniker Krankenkasse offenbarte zudem, dass sich vor allem Mütter emotional stark belastet fühlen, da sie oft während der Homeoffice-Arbeit noch die Kinder betreuen müssen. Schon vor Zeiten der Pandemie bestätigten viele Forschungen, dass emotionale Erschöpfung und das Ineinander-Fließen von Arbeit und Privatem der stärkste Treiber für psychische Probleme sei und eine Vorstufe zum Burnout darstellen kann. 

Denn Arbeit bedeutet eben viel mehr als nur Geldverdienen. Wenn der Job für allerdings zum Lebensinhalt wird und für einen Menschen alles davon abhängt, wird das System für ihn durch Homeoffice zur Herausforderung. 

2. Was sind Symptome und Anzeichen für ein Burnout?

Wie bereits erwähnt gibt es Menschen, die sehr Burnout gefährdet und weniger gefährdet sind. Treffen kann es aber am Ende jeden – vom Handwerker über den Manager bis hin zum Lehrer. Denn wenn plötzlich zentrale Bedürfnisse nicht mehr durch den Arbeitsalltag befriedigt werden, kann das einen Menschen rasant in die Abwärtsspirale treiben. 

Je nach Persönlichkeit kann es zu unterschiedlichen Symptomen und Reaktionen kommen: von Hysterie zu Introvertiertheit. Die Leistungsfähigkeit nimmt ab und Betroffene fühlen sich ausgebrannt, leer und kraftlos. Dazu kommt die Angst vor dem Scheitern und die emotionale Erschöpfung. Das Pflichtbewusstsein wird schnell zur Überforderung, die Genauigkeit zu Zwanghaftigkeit und die Angst vor Fehlern treibt Betroffene dazu, sich komplett zurückzuziehen und dicht zu machen. Führungskräfte hingegeben, geben ihren Druck oft nach unten weiter und belasten damit ihre Mitarbeiter:innen. Dadurch entstehen ausgeglichene Machtverhältnisse, Misstrauen und Intrigen, die beide Seiten zusätzlich psychisch belasten. 

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Wenn du eines der häufigsten Burnout Symptome an dir feststellst, solltest du aufmerksam werden:

  • Erschöpfung​​​
  • Energiemangel und Antriebslosigkeit​
  • Schlafstörungen
  • Andauernde Müdigkeit 
  • Konzentrationsschwäche und verminderte Leistungsfähigkeit​
  • Gedächtnisprobleme und Kopfschmerzen
  • Unfähigkeit Entscheidungen zu treffen​
  • Verlust der Fantasie und Kreativität 

Häufig wenden sich Betroffene erst wegen körperlicher Beschwerden wie Schlafstörungen, Kopfschmerzen oder Verdauungsproblemen bei ihrem Arzt. In einem ausgiebigen Gespräch wird nun nach den Ursachen für die körperlichen Reaktionen geschaut und geklärt, ob sich dahinter nicht zu viel Stress und Ausgebranntheit verbergen können.

3. Wie kann ich eine gute Arbeits-Routine etablieren?

Das A und O im Homeoffice ist es, alten Arbeitsgewohnheiten treu zu bleiben und Routinen zu integrieren. Klar musst du nicht jeden Tag eine Punktlandung treffen, wenn du dich vor den Rechner setzt, aber deine Arbeitszeiten sollten deine Arbeitszeiten bleiben. Das wichtigste dabei ist, eine feste Arbeitszeit für den Feierabend zu definieren, um dich nicht zu überarbeiten und nach Ende wirklich abschalten zu können. 

Zudem kannst du die zusätzliche Zeit, die du durch wegfallende Fahrtwege gewinnst, produktiv nutzen: koch dir einen köstlichen Kaffee, gehe eine Runde spazieren oder mach ein kurzes Workout, um dich schon vor Arbeitsbeginn gut zu fühlen. Etabliere aber auch ein Feierabend-Ritual, um den Tag zufrieden und bewusst abzuschließen. Das bedeutet, dass du den Rechner komplett aus machst, um nicht doch noch mal in Mails zu gucken oder eine Kleinigkeit am Konzept abzuändern und dich aus deinem Arbeitsraum entfernst. Ob du danach ein privates Telefonat führst, ein erneutes Workout machst oder dir ein gesundes Abendessen kochst bleibt dir überlassen. Wichtig ist, sich an den Feierabend zu halten und sämtliche berufliche Kontaktwege auszuschalten.

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Kommuniziere deine Arbeitszeiten

Hast du deine Arbeitszeiten und Rituale für dich festgelegt, kommuniziere sie auch. Denn wenn du Zuhause bist, sieht das für einige so aus, als wärst du stets für ein Pläuschen zu haben oder könntest mal kurz hier und da anpacken. Es ist wichtig Grenzen zu setzen und zu bewahren, um Privates von Beruflichem zu trennen. 

Ein Tipp für Mütter, die zusätzlich ein Auge auf ihren Nachwuchs haben müssen: haltet genug Unterhaltungs-Material parat, damit die Kinder abgelenkt sind. Und damit ist natürlich nicht der TV gemeint. Spiele, Puzzle, Malbücher oder Legosteine können die Kleinen eine Weile bei Laune halten. 

Wochenenden bleiben Wochenenden

Wochenenden sind dazu da, sich auszuruhen und vom Arbeitsalltag abzuschalten. Jeder kennt das Gefühl, nach einer langen Woche gut gelaunt in den Freitag-Feierabend zu gehen, die Bürotür zu schließen und in den “Abschalt-Modus” zu starten. Das sollte auch im Homeoffice der Fall sein. Denn nur weil das Arbeitsleben mit dem Privatleben verschwommen ist, heißt das nicht, dass du auch im Schlaf- oder Wohnzimmer daran denken solltest. Also kein Handy zücken, um berufliche Mails zu lesen oder womöglich Anrufe entgegenzunehmen. Das Wochenende gehört dir und will genutzt werden. 

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4. Welche Bedürfnisse sollte ich kommunizieren, um ein Burnout zu vermeiden?

Vertrauen hat im Homeoffice eine ganz besondere Bedeutung, wie du im Artikel “Wie du Micromanagement im Homeoffice vermeidest und deinem Team vertraust” vielleicht schon nachgelesen hast. Entsprechend ist Kommunikation ein wertvolles Tool, um sich auszutauschen und die eigenen Bedürfnisse zu kommunizieren. Wenn du es eigentlich gewohnt bist im Büro zu arbeiten und nun Corona bedingt oder aus anderen Gründen plötzlich im Homeoffice arbeitest, ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass du gar nicht über die notwendige Ausstattung verfügst und somit keine optimalen Arbeitsbedingungen hast. 

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Wenn dem so ist, kann dein:e Arbeitgeber:innen behilflich sein, wenn du klar äußerst woran es dir fehlt. Mit Hilfe des attraktiven Gutscheinsystems von myHomice haben Arbeitgeber:innen schließlich die Möglichkeit, dem Team eine Summe X zur Verfügung zu stellen, mit der du dir Hilfsmittel wie einen ergonomischen Bürostuhl, einen gesunden Arbeitsplatz, ideale Beleuchtung und Schutz vor Lärm und ablenkenden Dingen zu bestellen. So kann dein:e Chef:in sicher sein, dass du ergonomisch perfekt arbeiten kannst und entsprechen mehr Motivation hast Leistung zu erbringen. 

In manchen Fällen kann auch eine Entschädigung für höhere Stromrechnungen, Heizkosten oder Lebensmittelchecks verlangt werden. Dies solltest du mit den Vorgesetzten oder der Personalabteilung klären, um zu ungestillte Bedürfnisse, die durch das Homeoffice entstanden sind, zu vermeiden. 

Wie kann ich als Arbeitgeber meine Mitarbeiter vor dem Burnout schützen?

Die psychische Gesundheit deines Teams sollte für dich als Arbeitgeber oberste Priorität haben. Denn zu starker Druck und die Belastung der aktuellen Umstände können die Verschlimmerung von psychischen Krankheiten verstärken.   

Es lohnt sich daher als Unternehmen, Informationen über psychische Gesundheit am Arbeitsplatz weiterzugeben, mit dem Team zu sprechen und offen über ihre Erfahrungen zu reden, um bei Bedarf Möglichkeiten zur Optimierung zu geben. 

Denn bei einem platzenden Terminkalender voller Meetings, Abgaben und Zeitfristen, persönlichen Terminen und der Kinderbetreuung steht das Thema “Schutz vor Stress und Burnout” wohl eher an letzterer Stelle. Organisiere regelmäßige Online-Veranstaltungen zum Thema psychische Gesundheit und Resilienz oder versorge deine Mitarbeiter:innen in wöchentlichen E-Mails mit Tipps zum Zeitmanagement und Ideen zur Stressreduktion. Auch App-Empfehlungen wie die Resilience App können ausgesprochen werden, um deinem Team in Sachen Stress unter die Arme zu greifen. 

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Wenn dein Team weiss, wie es im Homeoffice auf die psychische Gesundheit achten kann, kann es auch viel besser Warnzeichen für beginnende Probleme an sich selbst oder den Kollegen erkennen. 

Und natürlich gilt auch in diesem Punkt stets: Wertschätzung heilt Wunden. Nutze unser attraktives Gutscheinsystems von myHomice, um dein Team zu motivieren oder erzähle deinen Vorgesetzten davon, um ihnen Möglichkeiten zur Unterstützung aufzutun.