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Workation – was du beachten musst, wenn du vom Strand oder dem Bergpanorama arbeiten willst.

Es ist ein neues Trendthema – Workation. Dort zu arbeiten, wo andere Urlaub machen. Schließlich klingt es für viele Arbeitnehmer verlockend, einfach mal den heimischen Schreibtisch hinter sich zu lassen und unter Palmen zu arbeiten. Die Verbindung aus Büro und Urlaub macht’s möglich und ist für viele Firmen eine gute Gelegenheit sich zukunftsfähig aufzustellen. Doch ist das einfach so möglich und was gilt es rechtlich zu beachten?

Als Marktplatz für ergonomische Homeoffice Möbel hat sich myHomice mit dem Trend beschäftigt, ergonomische und gesundheitliche Themen beleuchtet und rechtliche Stolpersteine entlarvt. Wer also Work-Life-Blending statt Work-Life-Balance betreiben will, sollte sich diesen Artikel besonders gründlich zu lesen.

Warum solltest du diesen Artikel lesen?

Ganz einfach, weil eine Workation deine Produktivität enorm erhöhen kann, wenn du auch beim Arbeiten im Hotelzimmer oder am Pool darauf achtest, dass du ergonomisch gut ausgerüstet bist und du Freizeit und Arbeit ausgewogen kombinierst. Und das ist natürlich auch ein Vorteil, von dem Arbeitgeber profitieren, wenn sie ihren Mitarbeitern mehr Freiheit erlauben. Doch der historische Wandel in der Arbeitswelt hat auch seine rechtlichen Tücken, die wir dir aufzeigen. Im Folgenden informieren wir dich in diesem Artikel über folgende Themen:

Die neue Normalität des Arbeitens

myHomice beschäftigt sich als Marktplatz für ergonomische Homeoffice Möbel stehts mit den neusten Arbeitsformen und wir sind positiv beeindruckt von dem historischen Wandel, der sich in der Arbeitswelt breitmacht. Denn Mobile Work, Homeoffice, Remote Work und Workation sind nicht mehr nur Buzzwords, sondern werden bereits zur gelebten Normalität. Laut einer Studie des Digitalverbands Bitkom arbeitet die Hälfte der Erwerbstätigen in Deutschland ganz oder teilweise mobil. 

 

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Und immer mehr Handelsunternehmen bieten ihren Mitarbeitenden an, an jedem x-beliebigen Ort in Europa ihrer Beschäftigung  nachzugehen. Für Arbeitnehmer gilt es schließlich, die besten Talente für sich zu gewinnen und langfristig an sich binden zu können – dafür muss man alte Trampelpfade verlassen und eine neue, zukunftsfähige Arbeitswelt bieten, in der persönliche Freiheitsgrade noch mehr berücksichtigt werden. Der Wunsch nach mehr Flexibilität, Selbstbestimmung und Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben wächst immer stärker. Und so verwundert es kaum, dass Arbeitsorte abseits von Einzel- oder Großraumbüros und Homeoffice immer beliebter werden. 59 Prozent der Beschäftigten gaben laut Bitkom an, dass sie gerne aus der Ferienwohnung arbeiten würden, 58 Prozent von einem festen Wohnort im Ausland und 31 Prozent im Campingbus. 

So einfach ist Workation gar nicht

Workation ist ein Kunstwort, das aus den englischen Worten “work” und “vacation” zusammengesetzt ist. Per Definition handelt es sich dabei also um die zeitlich begrenzte Ausführung des Jobs an einem Ort, an dem man sonst eher Urlaub machen würde. Das ist auch der Unterschied zu sogenannten digitalen Nomaden, die regelmäßig sowohl den Arbeitsort als auch den Job und den Auftraggeber wechseln und somit eher selbstständig um die Welt ziehen. Aus arbeitsrechtlicher Sicht ist Workation eine Form des mobilen Arbeitens – und die ist weder an den Orts noch an den Arbeitsplatz gebunden. Homeoffice hingegen beschränkt sich auf die Arbeit an einem festen Ort – Zuhause. Ein Unterschied, der arbeitsrechtlich gar nicht so unwichtig ist und den du unbedingt auf dem Schirm haben solltest, wenn du mal dein Homeoffice in die nächste Ferienwohnung verlegen willst. 

 

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Denn aufgepasst: selbst wenn die Option zur Fernarbeit vertraglich geregelt ist, inkludiert das keine Workation im Ausland! “Wer einfach so ohne Rücksprache den Urlaubsort zum Arbeitsort macht, dem drohen weitreichende arbeitsrechtliche Konsequenzen” sagt der Arbeitsrechtsexperte Felix Korten von der Korten Rechtsanwälte AG. Für das Arbeiten an Orten, die nicht vom Arbeitsvertrag abgedeckt sind, muss das explizite Einverständnis des Arbeitgebers eingeholt werden, sonst kann es gerne mal zur Kündigung kommen. Also “ich bin dann mal weg” geht bei einer Workation nicht. Du solltest dir einen genauen Plan machen, wie du deinen Arbeitsurlaub gestalten willst und wie du auf die entsprechende Stundenanzahl kommst.

Triff Zusatzvereinbarungen

Solltest du dich mit deinem Arbeitgeber auf eine Workation geeinigt haben, solltest du die Absprachen in einer Zusatz- oder Änderungsvereinbarung zum Arbeitsvertrag schriftlich festhalten. Darin solltet ihr vor allem die Arbeitszeiten und Erreichbarkeitszeiten klären – gerade wenn es zu Zeitverschiebungen kommen wird – und festhalten wie oft E-Mails abgerufen werden bzw. an welchen Calls du teilnehmen kannst oder auch nicht.

Kläre auch, wer für dich einspringt, wenn du nicht erreichbar bist.

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“Unbedingt zu beachten ist auch die Frage des anwendbaren Rechts”, sagt Arbeitsrechtsexperte Felix Korten von der Korten Rechtsanwälte AG Denn unter Unständen können bei Angestellten die einen Teil der Arbeitszeit im Ausland verbringen, die Gesetze des Gastlands greifen. Auch steuerliche und sozialversicherungsrechtliche Aspekte sollten vorab festgehalten werden. Eine Workation, die länger als 4 Wochen dauert, könnte bereits Konsequenzen in Sachen Besteuerung und Sozialversicherung haben. Obgleich es normalerweise in Deutschland steuerlich ansässigen Arbeitnehmenden gestattet ist, bis zu 183 Tage im Jahr remote auf Reisen zu arbeiten, ohne dass es sich auf den Lohnsteuerabzug auswirkt.

 

Vorsicht beim Thema Sozialversicherung

Aber spätestens bei der Sozialversicherung kann es kompliziert werden, da bei ihr das Territorialitätsprinzip gilt. Das heißt: Du bist in dem Land sozialversicherungspflichtig, in dem du deine Arbeit verrichtest. Aber es gibt diverse Ausnahmen von dieser Regel. Es kommt zum Beispiel darauf an, ob sich der temporäre Arbeitsort innerhalb oder außerhalb der EU befindet und wie lange du dich dort aufhälst. Wenn du mindestens 25 Prozent deiner Arbeit in Deutschland verrichtest kannst du theoretisch auch unter das deutsche Sozialversicherungsrecht fallen. Dann benötigst du für die Dauer deiner Workation eine A1-Bescheinigung zum Nachweis der Sozialversicherung in der Heimat. myHomice empfiehlt dir, vor Abreise mit der Deutschen Verbindungsstelle Krankenversicherung Ausland und dem Spitzenverband Bund der Krankenkasse in Verbindung zu setzen. 

 

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Sorge für ergonomische Arbeitsverhältnisse

Firmen wie SAP, Continental oder Vodafone haben die positive Wirkung von Workation bereits erkannt und eigene Programme für ihre Mitarbeiter erstellt. Auch große Reiseanbieter wie TUI oder Robinson haben eigene Workation-Angebote im Portfolio, dank dem du als Reisender statt in einem stickigen Hotelzimmer in einem Büro mit vollumfäglicher Homeoffice-Ausstattung arbeiten kannst. Fliegst du ohne entsprechendes Programm solltest du unbedingt auf deine Gesundheit achten und nicht stundenlang mit gesenktem Nacken vor dem Laptop sitzen – denn das kann anschließend sehr schmerzhaft werden.

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Aber auch hierfür gibt es kreative Lösungen, wie zum Beispiel den Standsone Slim Crafted Aufsatz mit breiter Ebene. Er ist ein Schreibtischaufsatz für wahre Holzliebhaber, die eine extra große Arbeitsfläche zu schätzen wissen. Er wird in kleiner Stückzahl von Profis in Deutschland von Hand lackiert, gelasert, gefräst, geraspelt und geschliffen. Der Vorteil dieses Modells: Laptop, externe Maus und weitere Büro-Gadgets können durch die breitere Arbeitsebene problemlos nebeneinander platziert werden. 

Die vier einzelnen Teile des Standsome werden einfach ineinander gesteckt: Auf- und Abbau sind so im Handumdrehen erledigt. Vier beigelegte Silikonfüße verhindern, dass auf empfindlichen Oberflächen Kratzer entstehen, und sorgen zusätzlich für maximale Rutschfestigkeit und Stabilität.

Vorsicht beim Thema Sozialversicherung

Aber spätestens bei der Sozialversicherung kann es kompliziert werden, da bei ihr das Territorialitätsprinzip gilt. Das heißt: Du bist in dem Land sozialversicherungspflichtig, in dem du deine Arbeit verrichtest. Aber es gibt diverse Ausnahmen von dieser Regel. Es kommt zum Beispiel darauf an, ob sich der temporäre Arbeitsort innerhalb oder außerhalb der EU befindet und wie lange du dich dort aufhälst. Wenn du mindestens 25 Prozent deiner Arbeit in Deutschland verrichtest kannst du theoretisch auch unter das deutsche Sozialversicherungsrecht fallen. Dann benötigst du für die Dauer deiner Workation eine A1-Bescheinigung zum Nachweis der Sozialversicherung in der Heimat. myHomice empfiehlt dir, vor Abreise mit der Deutschen Verbindungsstelle Krankenversicherung Ausland und dem Spitzenverband Bund der Krankenkasse in Verbindung zu setzen.